Die Stimmung der deutschen Verbraucher ist trotz der Wirtschaftskrise weiterhin erstaunlich stabil. Das ist das Ergebnis der jüngsten Konsumklimastudie der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Auch die Stimmung der deutschen Wirtschaft hat sich laut dem Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) im April etwas gebessert.
Nach leichten Einbußen im Vormonat konnten die Konjunktur- und Einkommenserwartungen sogar wieder etwas zulegen. Die Anschaffungsneigung schwächte sich zwar leicht ab, konnte aber ihr gutes Niveau insgesamt beibehalten. Für Mai erwartet die GfK einen Gesamtindikator von 2,5 Punkten nach ebenfalls 2,5 Punkten im April. Ursachen für die robuste Stimmung seien kaufkraftstärkende Faktoren wie eine geringe Inflation, niedrige Energiepreise, steigende Renten sowie vereinzelte Anzeichen auf eine konjunkturelle Trendwende Ende des Jahres. Auch die Abwrackprämie zeige weiterhin positive Wirkung.
Die größte Gefahr für die Konsumstimmung drohe allerdings vom Arbeitsmarkt. Wenn die Kurzarbeit ausgereizt sei, werde es weitere Entlassungen geben. Zudem dürften die düsteren Prognosen im aktuellen Frühjahrsgutachten der führenden Wirtschaftsinstitute, die unter anderem mit einer Schrumpfung der deutschen Wirtschaft um sechs Prozent im Jahr 2009 rechnen, in den kommenden Monaten zu einer erheblichen Belastungsprobe für die Verbraucherstimmung führen.
Die Unternehmen gehen hingegen zunehmend davon aus, dass konjunkturell das Schlimmste überstanden sein dürfte. Das geht aus dem aktuellen ifo-Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft hervor, der sich im April ein wenig verbessert hat. Hinsichtlich der Geschäftsentwicklung im kommenden halben Jahr hat die Skepsis erneut etwas abgenommen. Der Rückgang der Wirtschaftsleistung dürfte sich, so ifo-Chef Hans-Werner Sinn, damit deutlich verlangsamen. (Foto:News-Reporter.NET/as)

















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