GTÜ: Mit Wechselkennzeichen bei der Versicherung sparen

Interessant für Haushalte, die zwei Fahrzeuge betreiben, diese aber nicht zeitgleich nutzen, dürfte das seit dem 1. Juli eingeführte Wechselkennzeichen sein. Steuerliche Vorteile gibt es nicht, allerdings kann bei den Versicherungsprämien gespart werden. Einige Kfz-Versicherer gewährten in solchen Fällen nämlich hohe Rabatte. Darauf weist die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung aktuell hin. Das Wechselkennzeichen selbst besteht aus zwei Teilen: Das kleinere mit der Ziffer 1 oder 2 wird fest an dem jeweiligen Fahrzeug montiert, das Hauptnummernschild wird je nach Bedarf hin- und hergewechselt und muss immer an dem Auto befestigt sein, mit dem der Fahrer im Verkehr unterwegs ist. Die Kosten belaufen sich auf rund 40 Euro für die Kennzeichen und etwa 65 Euro für Zulassungsgebühren.Welche Paarung ist erlaubt?Hinter der Einführung des Wechselkennzeichens steht die Idee, für Haushalte mit mehr als einem Fahrzeug den zulassungstechnischen Aufwand zu erleichtern. So kann zum Beispiel ein Cabrio als Zweitwagen an sonnigen Tagen zum Einsatz kommen, ohne dass es ständig angemeldet sein müsste. Wechseln darf das Kennzeichen allerdings nur zwischen Fahrzeugen gleicher Klassen. Möglich sind Paarungen von zwei Personenwagen, Pkw und Oldtimer, Pkw-Wohnmobil, Anhänger-Anhänger oder Motorrad-Motorrad und Motorrad-Quad oder Trike. Ausgeschlossen ist eine Kombination von Auto und Motorrad.Assekuranzen locken mit NachlässenSteuerliche Vorteile, wie sie beispielsweise in Österreich oder in der Schweiz üblich sind, gibt es laut GTÜ in Deutschland nicht. Deutlich günstiger sei jedoch die Versicherungsprämie. So böten mehrere Kfz-Versicherer einen Beitragsnachlass und darüber hinaus teilweise eine Vergünstigung bei der Einstufung in die Schadenfreiheitsklasse an. Tipp der GTÜ-Experten: Vor dem Umstieg auf eine Wechselnummer auf jeden Fall bei der eigenen Kfz-Versicherung nachfragen und dann genau nachrechnen. Wer die Versicherung wechseln will, um anderswo bessere Konditionen für Wechselkennzeichen zu erhalten, sollte allerdings einkalkulieren, dass er bis zum Auslaufen des bestehenden Vertrags warten muss.„Ruhendes“ Fahrzeug nur auf privatem Grund zu parkenUnd noch eine Spielregel ist bei Wechselkennzeichen zu beachten: Das gerade „ruhende“ Fahrzeug darf auf keinen Fall auf der Straße oder auf öffentlichen Plätzen geparkt werden darf. Es muss in einer Garage oder auf einem privaten Stellplatz stehen. Ansonsten drohten neben möglichen Abschleppkosten ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro sowie ein Punkt in Flensburg, warnt die GTÜ. Auf Privatgrund platziert, genießt das nicht genutzte Fahrzeug allerdings den vollen Kaskoversicherungsschutz, etwa gegen Diebstahl, Brand, Sturm oder Hagel. (Auto-Reporter.NET/arie)

Kommentare

  1. Leider spielen die Versicherungen noch nicht so richtig mit! Auch nach fast einem Jahr nicht! Die Tarife sind noch zu hoch für 2 Fahrzeuge, da man ja durch die Steuern nicht sparen kann!
    Und die Versicherungsunternehmen haben den Wettbewerb in diesem Bereich noch nicht für sich entdeckt!
    Schade eigentlich, es hätte wirklich gut werden können!

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